Der Landkreis Osnabrück hat sich schon vor längerer Zeit ambitionierte Klimaziele gesteckt. So soll z.B. der Strombedarf im Landkreis bis zum Jahr 2030 zu 100% aus regenerativen Energiequellen gedeckt werden. Als Gemeinde im Landkreis Osnabrück hat Wallenhorst diese Klimaziele übernommen und zu Eigen gemacht.

In Wallenhorst gibt es mit dem Windpark „Schwarzer See“ ein Windvorranggebiet. In diesem Gebiet wurden drei Windkraftanlagen errichtet, von denen zwei von den Stadtwerken Osnabrück und eine von einem dänischen Investor betrieben werden. Die beiden Anlagen der Stadtwerke haben jeweils eine Nennleistung von 2MW und sind rein rechnerisch in der Lage, 2400 Haushalte  mit Strom zu versorgen. Allein um die ca 9600 Haushalte in Wallenhorst  (Zahlenquelle Zensus 2011) mit Strom versorgen zu können, wären 8 Anlagen dieser Größe erforderlich. Dazu kommt noch der Strombedarf von Industrie, Gewerbe und kommunaler Einrichtungen. Vom Ziel 100% für das Jahr 2030 sind wir in Wallenhorst noch weit entfernt. Sogar den aktuellen Landkreisdurchschnitt von 60% dürften wir in Wallenhorst deutlich unterschreiten.

Daher fordert die CDU, den Ausbau der erneuerbaren Energien in Wallenhorst weiter voran zu treiben. Im Bereich der Solarenergie geschieht dies bereits, z.B. mit dem Angebot „SOLAR komplett“ der Gemeindewerke, das sich an private Hausbesitzer richtet. Im Bereich der Windenergie besteht Nachholbedarf, denn das Windvorranggebiet „Schwarzer See“ ist ausgeschöpft und verhindert eine Errichtung solcher Anlagen an anderen Stellen der Gemeinde. Es ist daher erforderlich, ein neues Windvorranggebietes auf dem Gebiet der Gemeinde Wallenhorst auszuweisen. Konkret fordert die CDU Wallenhorst die Auswahl geeigneter Flächen, die dann dem Landkreis als Vorschlag unterbreitet werden.

Es muss rasch gehandelt werden, wenn das Ziel 100% Strom aus erneuerbaren Energien bis 2030 erreicht und danach gehalten werden soll. Denn zwischen Planung und Inbetriebnahme einer Windkraftanlage vergehen einige Jahre und die älteste Anlage am Schwarzen See wird schon vor 2030 ausser Betrieb gehen. Aufgrund des neuen Gewerbegebiets an gleicher Stelle wird ein Repowering, also eine Erneuerung der Anlage, nicht möglich sein. Das neue Windvorranggebiet muss also geeignet sein, den Wegfall des Windparks „Schwarzer See“ langfristig zu kompensieren. Da wirksame Klimapolitik immer eine langfristige Politik ist, müssen die Weichen zum Erfolg in 2030 bereits jetzt gestellt werden.

Die drei Windkraftanlagen am Schwarzen See