Die Klimadebatte hat eine neue Dimension erreicht. Das Bewusstsein, das die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg  vor gut einem Jahr mit der Fridays for Future- Bewegung angestoßen hat,  hat sich mittlerweile generationenübergreifend in den Köpfen verankert. Mag sein, dass Greta stark vereinfacht, die Botschaft ist dank ihres Engagements aber endlich angekommen. Nur in Wallenhorst noch nicht. Während überall zurecht über Aufforstung diskutiert wird, (denn durch nichts kann Studien zufolge der Klimawandel so effektiv bekämpft werden), soll auf Wallenhorster Spielplätzen jahrzehntealter Baumbestand gefällt werden. Das klingt nicht nur falsch, das ist es auch. Wieder einmal soll die Umwelt hinter wirtschaftlichen Interessen zurückstehen.

Vorschlag der Verwaltung: Vier Spielplätze in der Gemeinde würden nicht mehr benötigt und sollen zu Bauplätzen umfunktioniert werden. Nur die Wallenhorster CDU hält diese Idee für zweifelhaft und klimafeindlich, denn sollte dieser Plan umgesetzt werden, würden die Bäume auf den Plätzen gefällt. Wohnungsnot, könnte man jetzt denken. Nein. Rein wirtschaftliches Interesse. Bauland wird nämlich in naher Zukunft in Rulle preiswert zur Verfügung gestellt! Für die Ausweisung dieser Flächen neben dem Ruller Stadtweg bedankt sich die CDU Rulle bei Herrn Bürgermeister Steinkamp, der hier weitsichtig und sozial an die Bedürfnisse der Bevölkerung denkt. Es ist also nicht notwendig und nicht im Sinne einer verantwortungsbewussten Klimapolitik, dazu noch extra vier kleine Bauplätze zu schaffen, für die Bäume sterben müssten.

Politische Entscheidungen müssen dem Zeitgeist entsprechen!

Wohnraum großräumig auf freien Flächen schaffen,

auf kleinen Flächen muss der Klimaschutz Vorrang haben!

Gesunder Baumbestand auf dem Spielplatz in der Feuerbachstraße