Im letzten Ausschuss für Bauen, Planen, Straßen und Verkehr haben alle vertretenen Fraktionen mit Ausnahme der CDU für die Änderung der Baubauungspläne für die 5 Spielplätze Feuerbachstraße, Auf dem Kloster, Hofstelle Meyer zu Bergsten, Hofstelle Piesberg und Boerskamp gestimmt. Ziel dieser Änderung ist der Verkauf dieser 5 Spielplätze, um dort Bauflächen entstehen zu lassen.

Vorgeschichte: Die CDU Fraktion hat sich schon in der letzten Ratsperiode dafür eingesetzt, die Qualität unserer Kinderspielplätze in der Gemeinde deutlich zu verbessern. Aufgrund vielseitiger Kritik am Zustand einiger Flächen hat die Verwaltung ein ausführliches Spielplatzkonzept über alle gemeindlichen Spielplätze erstellt, diese bewertet und die Entfernungen zu weiteren Spielplätzen berechnet. Das Ergebnis besagte, dass wir zu viele Spielplätze in unserer Gemeinde hätten und einige aufgrund ihrer Unbeliebtheit und gleichzeitig verbundenen Nähe zu anderen Spielplätzen aufgegeben werden sollten. Die Beratungen in den Gremien ergaben ein für die CDU Fraktion nicht nachvollziehbares Ergebnis: Spielplätze sollen veräußert werden, um mit den Einnahmen der Verkäufe einen Mehrgenerationenplatz an der Hofstelle Duling zu bauen. Über die Verbesserung der bestehenden Spielplätze wird jedoch nicht gesprochen.

Die CDU Fraktion vertritt die Auffassung, dass die Gemeinde den Mehrgenerationenplatz bauen soll – jedoch ohne Mittel aus veräußerten Spielplatzflächen. Derzeit nicht benötigte Spielplätze sollten je nach Lage bis zu einer eventuellen Reaktivierung zu Grünflächen oder „Mini-Begegnungsplätzen“ mit Bänken und Tisch umgestaltet werden. Wenn die Gemeinde Spielplätze herstellt, muss sie sich auch um die Unterhaltung und Instandsetzung dieser Flächen kümmern. Dafür sind keine Sondereinnahmen aus Verkäufen erforderlich. Das muss im zuständigen Budget jedes Jahr mit eingeplant und umgesetzt werden! Den Verkauf von Spielplatzflächen für „bezahlbaren Wohnraum“ zu nutzen wie von der SPD/FDP gefordert, kann die CDU Fraktion nicht folgen. Dafür muss es andere Lösungen geben. Auch der Argumentation, dass Kinder aufgrund der längeren Betreuungszeiten in Kita, Kindergärten und Schulen nicht mehr so viele Spielplätze benötigen würden, was die CDW anmerkte, stößt auf großes Unverständnis in der CDU Fraktion.

Die CDU Fraktion hatte die Thematik „Spielplätze“ angestoßen, damit unsere Spielplätze in der Gemeinde mehr Aufenthaltsqualität für alle Bürgerinnen und Bürger erhalten. Leider sehen die anderen Fraktionen, der Bürgermeister und die Verwaltung das Thema anders.